Lebenslauf

Wilhelm Kraft (1884 – 1945)

1884

    Geboren in Breitenstein (heute Sachsen-Anhalt

1907

    Heirat mit Franziska von Reth

1908

    Übersiedlung nach Haßlinghausen
    Arbeitete als Glashüttenarbeiter

1920

    Tätigkeit in der Gemeindevertretung Haßlinghausen aufgenommen

1919

    Gemeindevorsteher (Bürgermeister) in Haßlinghausen

1921

    Ehrenamtlicher Beigeordneter des Amtes Haßlinghausen und Vertreter im Schwelmer Kreistag

1932

    Rücktritt vom Amt des Gemeindevorstehers

1933

    Mit der Machtübernehme Hitlers Verlust aller politischen Ämter und Entlassung als Filialleiter eines Konsum-Genossenschaftsbetriebs, den er seit Beginn der 20-er Jahre leitete

1934

    Verhaftung wegen des Verdachst des Hochverrats

1935

    Verurteilung zu einem Jahr und acht Monaten Zuchthaus

1936

    Entlassung aus der Haft. Ablehnung der angetragenen Mitgliedschaft in der NSDAP

1944

    Nach Attentat auf Hitler (am 20. Juli 1944) erneute Verhaftung. Ein Gevelsberger Augenzeuge berichtet von der Inhaftierung im KZ Sachsenhausen.

1945

    Im April 1945 wird das Lager teilweise geräumt. In einem so genannten Todesmarsch treibt die SS die entkräfteten Häftlinge vor sich her. Hunderte von Erkrankten, die nicht mehr weiter konnten, wurden erschossen, darunter Wilhelm Kraft.

1952

    Am 23. Juni 1951 wurde im Sitzungssaal des Haßlinghauser Amtshauses im Auftrage der Amtsversammlung Haßlinghausen (zugehörige Gemeinden: Haßlinghausen, Hiddinghausen, Gennebreck, Linderhausen) ein Foto von Wilhelm Kraft angebracht.

1960-er Jahre

    Benennung einer Straße in einem Neubaugebiet in zentraler Lage in Haßlinghausen nach Wilhelm Kraft.

2006

    Zum 1. Januar 2006 erhält die Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises den Namen "Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Nähere Informationen stehen auf den folgenden Seiten.