In der Presse: GEBURTSTAGSSTÄNDCHEN - Musik bringt Menschen zusammen

GEBURTSTAGSSTÄNDCHEN

Musik bringt Menschen zusammen

05.10.2012 | 17:45 Uhr

Musik bringt Menschen zusammen
Zum 25-jährigen Bestehen der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhoevel gab’s ein Reggae-Konzert mit der Band Antofagasta aus Wuppertal.Foto: Marcus Simaitis

Sprockhövel.   Passend zum „Schule der Vielfalt“-Konzept der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Haßlinghausen spielte im Jahr des 25-jährigen Bestehens die elfköpfige Wuppertaler Band Antofagasta für Schüler, Eltern und Freunde.

Mit einer bunten Soundmischung aus Reggae, Ska, Dancehall und Hip Hop setzt die nach einer Stadt in Chile benannte Gruppe ein musikalisches Zeichen für internationale Verständigung. Der Gedanke, der dahinter steht: Musik bringt alle Menschen zusammen, egal welcher Herkunft, welcher Religionszugehörigkeit oder welcher ethischen Überzeugung.

Das zuerst nur spärlich besuchte Konzert lockte im laufe des Abends immer mehr Musikbegeisterte an. Bunte Scheinwerfer und dumpfe Bässe sorgten dafür, dass ein jeder von dem Rhythmus der Reggae-Band gepackt wurde. Die Karibik ließ schön grüßen. Was in der Halle F fehlte, war ein lauer Abendwind und ein entsprechender Sonnenuntergang.

„Ich liebe es zu tanzen“

Nele, die jüngere Schwester einer Gesamtschülerin, wippte zuerst nur zaghaft mit dem Fuß im Takt. Gemeinsam mit einer Freundin traute sie sich, nach einer Aufforderung der Sängerinnen, jedoch bald näher an die Bühne heran, um die Arme wild durch die Luft zu wirbeln und mit den Hüften nach dem Rhythmus zu schwingen. „Ich liebe es zu tanzen“, sagt sie und widmet sich wieder ganz der Musik. Für kühle Getränke und etwas gegen den Hunger zwischendurch hatten die Schüler der Jahrgangsstufe 13 gesorgt und im Nebenraum ein kleines Buffet errichtet.

Der eine kennt einen anderen

„Wir sind mehr als eine Band, wir sind ein Netzwerk.“ Der Musiklehrer Johannes Winter gründete Antofagasta im Jahr 2001 zusammen mit seinem Freund Elmar Baldes. Ein weiterer Bekannter konnte Geige spielen, ein anderer zupfte gekonnt den Bass, und der Geiger kannte wiederum einen Schlagzeuger. Über die Jahre hinweg kamen noch Keyboard, Gitarre, Percussion, drei Bläser und zwei Sängerinnen dazu.

Bei der Wuppertaler Formation Antofagasta ist aber nicht nur die Musik hausgemacht. Die Bandmitglieder sind ihre eigenen Pressesprecher, Produzenten und Booker. Trompeter Marcus Müller fungiert gleichzeitig als Bandmanager.

„Ich versuche uns an die Grenzen dessen zu bringen, was wir musikalisch und zeitlich leisten können. Wir stehen ja alle auch noch im Berufsleben, da kann eine einfache Terminabsprache mit allen Bandmitgliedern schon mal ein paar Tage dauern. Doch es geht immer noch mehr, immer noch etwas professioneller. Wir versuchen uns Schritt für Schritt zu verbessern.“

Annalena Ray

 

Quelle: Der Westen.de