Konzept zur Suchtprävention

Unsere Arbeit ist angelehnt an das Konzept der Beratungsstellen des EN-Kreises, dessen Bestandteil die Suchtprävention an Schulen ist. Dieses Konzept wiederum ist entstanden vor dem Hintergrund des Verständnisses von Suchtvorbeugung in Nordrhein-Westfalen.

Suchtprävention ist aber auch Unterrichtsinhalt und wird als solcher von Lehrerinnen und Lehrern vermittelt.

Suchtprävention ist keine Sucht- oder Drogenberatung. Diese führen Suchtkontaktlehrerinnen und -lehrer sowie die Beratungsstellen des Ennepe-Ruhr-Kreises durch.

Die Angebote und Seminare Suchtvorbeugung werden weitgehend von den Suchtkontaktlehrerinnen Frau Schild und Frau Boskamp  in Zusammenarbeit mit den sozialpädagogischen Fachkräften der Schule, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Caritas Suchthilfezentrums Hattingen, dem Jugendamt Sprockhövel, der Polizei und dem Blauen Kreuz durchgeführt. Unterstützung bei der Projektwoche "Gesundheit" erfolgt durch die BARMER GEK.

 

5. Jahrgang

  1. Ansatz der prophylaktischen Arbeit im Sozialen Lernen (Siehe: Konzept zum Sozialen Lernen)
  2. Durchführung einer Projektwoche Gesundheitserziehung in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK.

6. Jahrgang

Teilnahme der Jahrgangstufe an der europaweit durchgeführten Schüler-Nichtraucheraktion:

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Teilnehmen können alle Klassen der Jahrgänge 5-8, jedoch bildet der 6. Jahrgang den Schwerpunkt dieser Präventivmaßnahme, da die Erfahrung zeigt, dass vor allem hier ein Einstieg ins „Rauchen“ erfolgt.

Die Schüler und Schülerinnen verpflichten sich, ein halbes Jahr nicht zu rauchen bzw. nicht mit dem Rauchen zu beginnen. Eine inhaltliche und pädagogische Unterstützung erhalten die Klassen in dieser Zeit durch ihre Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen.

International und national winken den erfolgreichen Klassen verschiedene Gewinne. 

 

7. Jahrgang

 

  1. In dieser Jahrgangsstufe wird noch einmal speziell der Bereich „Alkohol“ thematisiert. Das Blaue Kreuz gestaltet einen halben Schultag pro Klasse  zu diesem Thema. Die Schüler und Schülerinnen erhalten hier u.a. die Möglichkeit mit ehemaligen Abhängigen ins Gespräch zu kommen.
  2. Im Fach Biologie wird mit dem Unterrichtsinhalt „Gesundheit“ das Thema „Sucht“ wieder aufgenommen. Je nach Interessenlage der Klasse können verschiedene Suchtmittel, ihre Wirkung und verschiedene Therapiemöglichkeiten behandelt werden. Speziell beim Thema „Therapiemöglichkeiten“ sollte ein Schwerpunkt auf die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler gesetzt werden. Diese beschaffen sich Informationen zu einer Organisation im Bereich Sucht/Drogenarbeit. Dies kann durch Informationsmaterial, persönliche Kontakte oder Internetrecherchen geschehen.

 

In Frage kommen folgende Beratungsstellen:

  • Caritas Hattingen, Außenstelle Sprockhövel
  • Städtische Beratungsstelle Gevelsberg
  • Caritas Schwelm
  • Caritas Schwelm, Außenstelle Ennepetal
  • VIA Beratungsstelle der AWO Wetter
  • Anonyme Alkoholiker
  • Blaues Kreuz
  • Hauptstelle gegen Suchtgefahren in Hamm
  • Gesundheitsamt

 

8. Jahrgang

Durchführung von Schülerseminaren "Alltags(er)leben - Alltagssehnsüchte"

Für jede Klasse des Jahrgangs sind zwei Unterrichtstage vorgesehen. Diese verbringen die Schülerinnen und Schüler in den Räumen der Caritas in Hattingen. Die Seminare sind bewusst aus dem schulischen Rahmen genommen, um den Aufbau einer vertrauensvollen Gesprächsatmosphäre zu begünstigen. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, in diesem Umfeld persönliche Gedanken und Erfahrungen einzubringen und Informationen zu bekommen. Herauszuheben ist dabei, dass niemand gezwungen wird über persönliche Dinge zu sprechen und dass vorab der vertrauliche Umgang mit persönlichen Informationen aus den Gruppen geklärt wird.

Gearbeitet wird in 2 Gruppen zu je maximal 15 Kindern, daher muss jedes Seminar von mindestens 2 Fachkräften der Caritas durchgeführt werden.

Ziele:

  • Das Entstehen von Suchtverhalten nachvollziehen können
  • Informationen über Süchte und Drogen im eigenen Alltag
  • Ein kritischerer Umgang mit dem eigenen Sucht-Verhalten und der zunehmenden Konsumhaltung in der Gesellschaft  
  • Ein vertrauensvoller Umgang der Kinder miteinander sowie das gegenseitige Wahrnehmen und Akzeptieren von Stärken und Schwächen
  • Die Erkenntnis, dass Sucht in unterschiedlichen Bereichen und in unterschiedlicher Ausprägung jeden   Einzelnen betreffen kann
  • Informationen über die Arbeit der Beratungsstellen und der Abbau von Schwellenängsten, deren Angebote wahrzunehmen

Inhalte:

  • Was ist Sucht?
  • Alltagssüchte/Alltagsdrogen
  • Ursachen und Auswirkungen von Sucht
  • Suchtverhalten und normales Verhalten
  • Stärker sein als die Droge / Persönlichkeitsentwicklung
  • Legale und illegale Drogen in unserer Gesellschaft
  • Wo finde ich Informationen und Hilfen?

 

Methoden:

  • Gruppendynamische Spiele und Übungen
  • Spiele zur Vertrauensbildung
  • Gesprächsführung
  • Rollenspiele

Im Vorfeld oder im Anschluss an die Schülerseminare wird für die Eltern ein Informationsabend mit den Mitarbeitern der Caritas und des Jugendamtes angeboten.

 

Themen:

  • Entstehen von Suchtverhalten
  • Schutzfaktoren-Verhaltensregeln
  • Erkennungsmerkmale einer möglichen Gefährdung
  • Reagieren - nicht überreagieren
  • Informationen zu Süchten und Drogen
  • Ausreichend Raum für Fragen

 

9./10. Jahrgang

  1. In diesen Jahrgangstufen ist ein Besuch im "Café Sprungbrett" (Kontaktstelle für Suchtfragen) in Hattingen möglich (www.sprungbrett-e-v.de).
  2. Darüber hinaus ist für die Schüler und Schülerinnen dieser Jahrgangstufen die Teilnahme an der Arbeitsgruppe zur Suchtprävention in der Jahrgangsstufe 5 (s.o.) möglich.
    In diese Arbeitsgruppe werden bevorzugt Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die schon Erfahrung mit Suchtmitteln gemacht haben (z.B „ehemalige Raucher“). Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass gerade diese Schülerinnen und Schüler auf eine hohe Akzeptanz in den Klassen 5 treffen.

 

10. Jahrgang

 

In diesem Jahrgang besucht uns noch einmal das Blaue Kreuz (siehe 7. Jahrgang).

 

Januar 2014, Schild / Boskamp