Stellung der häuslichen Arbeit im Unterrichts- und Erziehungskonzept der Schule

Neben den Arbeiten im begleiteten Wochenplan wird die zusätzliche häusliche Arbeit im Verlauf der Klassen 5 - 10 immer wichtiger.

Die Vereinbarungen unserer Schule dazu finden sich hier.

 

Umfang und Ausgestaltung der häuslichen Arbeit

 
Mögliche zeitliche Dimension

I.1

Der Hausaufgabenerlass besagt u. a., dass Hausaufgaben so bemessen sein sollen, dass sie, bezogen auf den einzelnen Tag, in 90 Minuten (5./6. Jg.) bzw. 120 Minuten (7.-10. Jg.) erledigt werden können. Diese Regelung gilt für die Schultage, an denen kein Nachmittagsunterricht stattfindet. Der Hausaufgabenerlass berücksichtigt die Heterogenität der Schülerschaft und empfiehlt, die Hausaufgaben nach der Leistungsfähigkeit, der Belastbarkeit und den Neigungen der Schüler und Schülerinnen zu differenzieren.

I.2

An Tagen mit (mehr als zwei Stunden) Nachmittagsunterricht werden in der Regel keine Hausaufgaben für den Unterricht des folgenden Tages gestellt.

Im Ganztagserlass ist ein kompletter Ganztag definiert als ein Tag, an dem die schulgebundene Zeit in der Regel 8 Zeitstunden nicht überschreiten soll. Als Ganztag im o. g. Sinne gelten dann an unserer Schule der Montag, Mittwoch, Donnerstag und teilweise auch der Freitag.

II.

Unter der Voraussetzung der stundenplanerischen Machbarkeit haben der 5. und 6. Jahrgang keinen Nachmittagsunterricht am Dienstag und keinen Unterricht in der letzten Stunde am Freitagnachmittag.

Unter der gleichen o. g. Voraussetzung gilt: Die Jahrgänge 7 bis 10 haben am Dienstag keinen Nachmittagsunterricht.

III.1

Laut Hausaufgabenerlass könnten die Jahrgänge 5 und 6 auf jeden Fall von Dienstag auf Mittwoch Aufgaben zu Hause bearbeiten. Da auf diese Weise hier nur die Fächer profitieren könnten, die sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch unterrichtet werden, erscheint eine Aufteilung der häuslichen Arbeitszeit auf die ganze Woche sinnvoll. Rein rechnerisch bedeutete das zurzeit max. 24 Minuten täglich bzw. bis zu 120 Minuten wöchentliche Arbeitszeit zu Hause.

III.2

Laut Hausaufgabenerlass könnten die Jahrgänge 7 bis 10 von Dienstag auf Mittwoch und von Freitag auf Montag Hausaufgaben bearbeiten. Der Logik von III.1 entsprechend ergäbe dies eine häusliche Arbeitszeit von bis zu 48 Minuten täglich bzw. 240 Minuten wöchentlich, die die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Wochenplans selbstständig mit unterschiedlichen zeitlichen Schwerpunkten verteilen könnten, z. B. an den Tagen, an denen laut Stundenplan kein Nachmittagsunterricht ist.

 

Inhaltliche Dimension

I.

An unserer Schule sind Arbeitsstunden (AS) keine Stunden, in denen Lehrkräfte Hausaufgaben betreuen, sondern sie sind die von Pädagogen und Pädagoginnen geleiteten Unterrichtsstunden, deren professionelle Gestaltung durch die mittlerweile nochmals formulierten und schriftlich fixierten Ansprüche an diese AS definiert ist. Das sollte zu einer deutlich wahrnehmbaren Effizienz-Steigerung bei der Bearbeitung der Wochenpläne durch die Schüler und Schülerinnen führen.

II.

Bis jetzt sind für Wochenplan innerhalb und außerhalb der Arbeitsstunden in den Jahrgängen 5 und 6 die Langzeitfächer Deutsch, Englisch, Mathematik, ab Jahrgang 6 zusätzlich noch der Wahlpflichtbereich (WP) vorgesehen.

Bedarf an der Teilhabe an der Zeit, die für die Erledigung von Aufgaben außerhalb des Fachunterrichts zur Verfügung steht, ist deutlich artikuliert worden von den Lernbereichen Gesellschaftslehre und Naturwissenschaften. Möglicherweise sind aber auch weitere Fächer an einer zumindest sporadischen Teilhabe an dieser Zeit interessiert. Die Frist, innerhalb derer diese Aufgaben zu bearbeiten sind, sollte der des Wochenplans entsprechen.

III.1

Ausgehend von der Annahme, dass die in den drei Langzeitfächern Deutsch (D), Englisch (E), Mathematik (M) zu leistende Wochenplanarbeit in den Jahrgängen 5 und 6 rein rechnerisch, selbst bei Anrechnung von bis zu 45 Minuten für die gelenkte methodische Vorbereitung, innerhalb der Arbeitsstunde geleistet werden kann, stehen die verbleibenden bis zu 120 Minuten für die Fächer Naturwissenschaft (NW) und Gesellschaftslehre (GL) und weitere zur Verfügung.

III.2

Für die Jahrgänge 7 und 8 müssten rein rechnerisch die drei Arbeitsstunden (AS) für die Bearbeitung der Grundanforderungen der Wochenpläne in D, E, M ausreichen. Die insgesamt für die häusliche Arbeit vorgesehenen maximal 240 Minuten sollten wie folgt aufgeteilt werden, wobei es u. a. im Hinblick auf eine gewollte Arbeitszeitsteigerung in den Jahrgängen 9 und 10 Sinn machen kann, nicht schon jetzt die volle Zeit auszuschöpfen: je bis zu 30 Minuten für die Zusatzanforderungen in D, E, M, bis zu 75 Minuten für den Wahlpflichtbereich (WP ), bis zu 75 Minuten für weitere Fächer.

III.3

Für die Jahrgänge 9 und 10 stehen keine Arbeitsstunden (AS) zur Verfügung.

Es besteht die Möglichkeit der angeleiteten Hausaufgabenbetreuung im AG-Bereich. Die zur Verfügung stehende Zeit muss von den Schülerinnen und Schüler je nach den Erfordernissen selbständig für die unterschiedlichen Aufgaben genutzt werden. Es werden geeignete Planungshilfen zur Verfügung gestellt.

 

Realisierung

Die zeitliche und inhaltliche Angemessenheit der Aufgaben für den Wochenplan sowie die häusliche Arbeit ist im Zusammenwirken aller in einem Jahrgang Arbeitenden sicherzustellen.

Schulprogramm: