Dzien dobry! - Schüleraustausch mit Polen

Nun ist es also perfekt: Im September fahren 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8  nach Polen zu unserer Partnerschule in Wojnicz. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Krakau. Einige Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs sind seit knapp zwei Jahren mit Jugendlichen aus mehreren Ländern Europas über das europaweite e-twinning.net in Kontakt, zumeist in englischer Sprache. Hier ist auch der Kontakt zu unserer Partnerschule in Wojnicz entstanden.

Zu einem ersten Kennenlernen besuchten drei Lehrerinnen (Frau Frigge, Frau Kilz, Frau Kersting) vom 23.05.- 26.05.2014 das Publiczne Gimnazjum in Wojnicz.


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Das  Schulsystem in Polen ist anders als bei uns. Die Kinder besuchen von Klasse 1 bis 6 die Grundschule und danach alle das Gimnazjum (eigentlich eine Gesamtschule) bis zur 10. Klasse. Auch die Noten sind anders: Die 6 ist die beste Note, viele Einsen gefährden die Versetzung! Auch die Schule ist anders: Sie hat 300 Schüler/ innen und sieht sehr gepflegt aus, überall stehen Blumen.

Frau Dorota Michalek, die den Schüleraustausch über das „e-twinning–net“, das europäische Schulen verbindet, angebahnt hat, und Frau Irena Boronowicz, die Schulleiterin der Partnerschule, planten am Samstagmorgen mit den drei Lehrerinnen aus Sprockhövel, wie der Austausch im September gestaltet werden soll und welche Aktivitäten durchgeführt werden sollen.

Die Schülerinnen und Schüler werden in polnischen Gastfamilien wohnen. Da die Kinder in dieser polnischen Schule Deutsch als erste Fremdsprache lernen, wird die Verständigung auf Deutsch erfolgen.

Auf dem Programm stehen auf jeden Fall ein Besuch in Krakau – eine wunderschöne Stadt! -, ein Besuch in der Salzmine Wieliczka, die Besichtigung von Oskar Schindlers Fabrik (bekannt aus dem Film Schindlers Liste), ein Besuch in Tarnow, eine Schlossbesichtigung, eine Wanderung mit Lagerfeuer und ein Besuch der Kriegsgräber deutscher Soldaten und vieles mehr … Neben der  Auseinandersetzung mit der deutsch–polnischen Geschichte spielen also auch die informellen Kontakte zwischen den deutschen und polnischen Jugendlichen eine wesentliche Rolle. 

An diesem Wochenende entstand eine herzliche Beziehung zwischen den deutschen und den polnischen Projektpartnern, nicht zuletzt wegen der herzlichen Gastfreundschaft der polnischen Partner, die sogar einen amerikanischen Cousin als Sponsor für die Hotelunterbringung der deutschen Lehrerinnen fanden bzw. einen Fahrer der Gemeinde Wojnicz für den Flughafentransfer engagierten. Andere gute Erinnerungen sind die leckeren polnischen Nationalgerichte wie Borscht, Pierogi, Krakauer Brezeln und geräucherter Käse.

Viele Schülerinnen und Schüler haben sich für den Austausch mit der Schule in Wojnicz angemeldet.

Leider können wir nicht alle berücksichtigen. Wir starten mit 20 Teilnehmer/innen. Nächstes Jahr im Mai (2015) kommen die Jugendlichen aus Polen zum Gegenbesuch.

Wer jetzt nicht teilnehmen kann, sollte nicht enttäuscht sein. Wir planen, dass dieser Austausch ein Projekt wird, das sich in jedem Jahr wiederholt.

M. Kersting-Amling