Autorenlesung mit Michael Starcke - ein Bericht

Am 10.02.2012 besuchte der Dichter Michael Starcke unsere Schule, um den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs sowohl aus seinen Gedichtsbüchern vorzulesen als auch alle möglichen Fragen der Zuhörer zu beantworten. Dies war für die meisten Teilnehmer ein sehr spannendes Ereignis, da sie zum ersten Mal die Chance hatten, sich mit einem Dichter zu unterhalten.

Michael Starcke wurde in Erfurt (in der ehemaligen DDR) geboren und beschäftigte sich schon als Kind mit Lyrik, was ihm auch das Schreiben seines ersten Gedichts mit 17 Jahren ermöglicht hat.

Seine Gedichte werden aufgrund von Gefühlen, Erinnerungen und emotionalen Ereignissen geschrieben und handeln immer von alltäglichen Erlebnissen. Jedes der vielen von Michael Starcke veröffentlichten Gedichte hat eine konkrete Ursache und die Texte enthalten nicht selten versteckte Botschaften, die der Leser decodieren kann, um sich so über die beschriebene Situation einen besseren Überblick zu verschaffen.

Man kann nicht "einfach anfangen zu schreiben", sagt Michael Starcke, ein Dichter müsse Talent haben, um Gedichte zu schreiben, damit diese auch den Lesern gefallen und von ihnen verstanden werden können. Michael Starcke schreibt gerne Gedichte, die sich an eine bestimmte Person richten, z.B. Mutter, Bruder, Freunde usw. Dies bereitet ihm eine große Freude und er schätzt es sehr, wenn er durch seine Werke neue Menschen kennen lernen und Freundschaften knüpfen kann.

Michael Starckes Rezept für ein Gedicht: "Eine Tasse Tee und den eigenen Gedanken und der eigenen Fantasie freien Lauf lassen."

Die Inspirationen für seine Werke sind oft traurige Erlebnisse wie z.B. Erinnerungen an die Kinderlähmung, die politische Verfolgung seines Vaters oder der Verlust eines Menschen. Und da man mit dem Alter immer mehr erlebt hat, schreibt man nach Michael Starckes Aussage mit dem Alter immer weiser.

Dorian K.