Schulkulturwoche 2010: Der überaus starke Willibald

Schüler und Schülerinnen der Musikklasse 6d unter der Leitung von Frau Arendt präsentierten im Rahmen der Schulkulturwoche mehrmals das musikalische Theaterstück "Der überaus starke Willibald".

In seinem Buch erzählt Willi Fährmann einen Teil der deutschen Geschichte auf kindgerechte Art und Weise: Den Nationalsozialismus. Die Hauptdarsteller in diesem Stück sind Mäuse, an deren Verhaltensweisen das Aufkommen des Nationalsozialismus beschrieben wird.

Alle Mäuse, die im grauen Haus wohnen, haben Angst vor der Katze. Diese Furcht nutzt der Mäuserich Willibald, um sich als Boss über die Mäuse einzusetzen. Bald schon herrscht er in einer Diktatur, die keinen Widerspruch duldet. Er regiert mit Angst, Strafe und Gewalt. Seine beiden Helfer, der schlaue Mäusejosef und die dicke Hermannmaus, unterstützen und beraten ihn. So muss das Rudel ständig und teilweise sinnlos arbeiten. Sie müssen lernen zu marschieren, zu grüßen, seine Lieblingslieder zu singen, um so ein Warnsystem für die gefährliche Katze zu haben.

Lillimaus, eine weiße Maus, die in die Bibliothek des Hauses verbannt wurde, lernt aus lauter Langeweile das Lesen. Sie erkennt aus den Büchern, dass nicht immer der Stärkere automatisch Recht hat. Dieses Wissen versucht sie an die anderen Mäuse weiterzugeben und setzt damit ihr Leben aufs Spiel. Willibald wird schließlich gestürzt und die Mäuse feiern mit einem Lied ihre zurück gewonnene Freiheit. 

Das Publikum zeigte sich jedes Mal begeistert über die musikalischen Beiträge der Mäuse, das effektvolle Bühnenbild, das die Klasse unter der Leitung von Frau Schild gestaltete, die Licht- und Tontechnik und die überzeugende Darstellung der Schauspieler/innen. Jeder in der Klasse erfüllte eine wichtige Aufgabe: Choreographie, Bühnenbau, Ton- und Lichttechnik, Moderation, Souffleure u.v.m. Gemeinsam sorgte die Klasse dafür, dass die Zuschauer eine gelungene Aufführung genießen konnten.

K. Arendt