Eine Schule zum Wohlfühlen

Eine Schule zum Wohlfühlen

Jede Klasse hatte etwas vorbereitet – vom Bücherflohmarkt über exotische Cocktails bis hin zu Zirkusaufführungen. Das gute Wetter machte die Sache perfekt.

 Einen Schminkstand hatten diese Schülerinnen eröffnet. (Foto: Bartsch)

Haßlinghausen. Hüpfburg und Cocktails auf dem Schulhof, Zirkusmanege und Kletterwand in der Halle. Es war was los beim Jubiläumsfest der Wilhem-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises. 20 Jahre gibt es die Gesamtschule und am Samstag wurde das gefeiert.

 

Jede Klasse hatte etwas vorbereitet – vom Bücherflohmarkt über exotische Cocktails bis hin zu Zirkusaufführungen. Das gute Wetter machte die Sache perfekt. Perfekt war die Situation der Gesamtschule vor 20 Jahren jedoch nicht. Oft gab es Streitereien mit Anwohnern. „Das ist aber auch verständlich,“ findet Schulleiterin Dorothea Waskönig-Kessel, „stellen Sie sich mal vor, Sie gucken vorher auf eine grüne Wiese und jetzt auf eine Schule mit Lärm und Pausenklingeln.“ Inzwischen haben sich beide „Parteien“ aneinander gewöhnt.

Zufrieden sind die Verantwortlichen auch mit der Ausstattung der Schule, besonders wenn man sie mit früher vergleicht. „Die erste Mensa war in der Vorhalle der Sporthalle. Da mussten sechs Lehrer am Weg stehen und die Kinder beim Rübergehen beobachten“, schmunzelt Oberstufenleiter Christoph Uessem und ist froh, dass das vorbei ist.

Auch Eltern stellen die Schule in ein gutes Licht. Jutta Wolferts Tochter Julia ist vom Gymnasium zur Gesamtschule gekommen und glücklich mit der Entscheidung. „Das Lernen ist hier praxisnäher, und mit dem Zentralabi hat sie den gleichen Abschluss wie auf einem Gymnasium“, sagt ihre Mutter.

Und die Schüler? Selbst die sind glücklich. „Mit den Lehrern kommt man eigentlich ziemlich gut klar, die sind ganz locker“, lobt Elena Miegel aus der 12. Klasse. Fünftklässler Ewin hat nur einen Verbesserungsvorschlag. „Ich möchte auch zum Kiosk gehen dürfen und Süßigkeiten kaufen können“, beschwert er sich, dass das Verlassen des Schulgeländes den Oberstufenschülern vorbehalten ist.

Apropos Essen. „Das Essen in der Mensa könnte manchmal etwas besser sein und da gibt es auch nur Gemüse und nichts Süsses“, findet Denia. Am Samstag blieben da keine Wünsche offen. Mit vollem Magen ging es auf die Kletterwand, die zwar schon seit eineinhalb Jahren in einer AG genutzt wird, jedoch erst am Samstag eingeweiht wurde. Der Förderverein hatte sie finanziert. „Macht bestimmt Spaß da hoch zu klettern“, meint die 15-jährige Maja. So wie scheinbar vieles an der Schule.

27.08.2007 - Von Alexander Fabritius

Quelle: WZ - Westdeutsche Zeitung, SPROCKHÖVEL AKTUELL