Förderpreis für die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule

Pressemitteilung von Dienstag, 6. März 2018
Ennepe-Ruhr-Kreis

Förderpreise für Schulen gehen nach Herdecke und Sprockhövel

(pen) Ein Förderpreis mit klarer Funktion: Gefunden werden sollten Konzepte, die Inklusion - also das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf - fördern. Ausgangspunkt der Ausschreibung war eine Leitlinie der Unesco Kommission. Sie lautet: "Inklusion im Bildungsbereich bedeutet unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen: Allen Menschen ist es möglich, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln.

"Die Schulen, die sich beworben haben, haben tatsächlich verschiedenste inklusive Ansätze und praxisnahe Lösungen präsentiert. Sie alle sind geeignet, die Lern- und Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf zu verbessern und damit Bildung gerechter und Chancen gleicher zu machen", lobte Landrat Olaf Schade bei der Ehrungsveranstaltung im Schwelmer Kreishaus.

Sie war der Schlusspunkt unter die Ausschreibung, die das Regionale Bildungsnetzwerk des Ennepe-Ruhr-Kreises im Herbst letzten Jahres gestartet hatte. Insgesamt beteiligten sich zehn Schulen aus Ennepetal, Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter (Ruhr) und Witten. Um den Preis für Grundschulen wetteiferten sechs Schulen, um die Auszeichnung für die Schulen mit Sekundarbereich vier.

"Für die Premiere ist das in unseren Augen eine sehr gute Bilanz, schließlich galt es mit der Bewerbung umfangreiche Informationen zu liefern. Erfreulich war auch das Spektrum der Schulformen. Es reichten von Grundschulen und Förderschulen über Sekundar- und Gesamtschule bis hin zum Berufskolleg", so Britta von den Höfel-Ziffus vom Regionalen Bildungsbüro.

Die eingereichten Unterlagen wurden von fünf Jurymitgliedern unabhängig voneinander bewertet. Am Ende gingen die ersten Plätze sowie je 1.500 Euro an die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Werner-Richard aus Herdecke und die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises.

In den umfangreichen Beschreibungen ihrer Konzepte liefern diese beiden Schulen ebenso wie alle anderen zahlreiche Ideen und Ansatzpunkte für einen inklusiven Schulalltag. Unter Stichworten wie Organisation des Unterrichts und individuelle Förderung, Personal und Unterrichtsgestaltung, Kooperationen mit externen Partnern und gemeinsame außerschulische Aktivitäten findet sich Vieles, was zur Nachahmung zu empfehlen ist.

"Entdeckt haben wir Projekte, die eine Willkommenskultur des Miteinanders aufweisen, Vielfalt wertschätzen sowie Barrieren für Lernen und Teilhabe erkennen und abbauen. Damit sie zu einem Mehrwert für möglichst viele Schulen und Schüler im Ennepe-Ruhr-Kreis werden, haben wir anlässlich der Preisverleihung alle Bewerbungen in einem Heft zusammengefasst", berichtet van den Höfel-Ziffus. Es wird unter anderen an die Inklusionsfachberater im Schulamt des Kreises weitergeleitet. Sie können es für ihre Aufgabe, Lehrkräfte auf dem Weg zur inklusiven Schule zu unterstützen, einsetzen.

Stichwort Preisträger, Platzierte und Prämienempfänger

Grundschulen

1. Platz Städtische Gemeinschaftsgrundschule Werner-Richard, Herdecke (1.500 Euro)

2. Platz Städtische Gemeinschaftsgrundschule Engelbertstraße, Schwelm (1.000 Euro)

3. Platz Städtische Gemeinschaftsgrundschule Erlenschule, Witten (500 Euro)

Weiterführende Schulen

1. Platz Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises, Sprockhövel (1.500 Euro)

2. Platz Evangelische Stiftung Volmarstein. Oberllinschule, Wetter (Ruhr) (1.000 Euro)

3. Platz Berufskolleg Witten des Ennepe-Ruhr-Kreises, Witten (500 Euro)

Je 200 Euro Anerkennungsprämie erhielten die Sekundarschule Ennepetal sowie die Grundschulen Georg-Müller/Gevelsberg, Hüllbergschule und Vormholzer Schule, beide Witten.

Stichwort Jury

Zur Jury gehörten: Prof. Dr. Rainer Bovermann, Vorsitzender des Lenkungskreises des Regionalen Bildungsnetzwerkes, Peter Albers, AWO Unterbezirk Ennepe-Ruhr, Prof. Dr. Susanne Schwab, Bergische Universität Wuppertal, Patricia Riesner, Inklusionsbeauftragte der Kreisverwaltung und Yannic Wiegold, Mitglied des pädagogischen Teams der Inklusionswerkstatt des Ennepe-Ruhr-Kreises