Der Weg nach China war lang

Bereits zum dritten Mal hat eine Schülergruppe die Herausforderung auf sich genommen, sich auf den weiten Weg nach China zu machen. Ziel war unsere Partnerschule in Qingdao (Provinz Shandong). Diese Reise begann schon im März, als sich die endgültige Reisegruppe formierte.


Fotogalerie


In einer AG wurde die Reise vorbereitet. Denn die Kulturen unterscheiden sich doch weitaus mehr als zuvor gedacht. Außerdem musste das Visum beantragt werden, was durchaus auch kein einfaches Unterfangen ist. Doch schließlich waren alle Vorbereitungen getroffen und am letzten Donnerstag der Herbstferien ging es am Düsseldorfer Flughafen los in Richtung Abu Dhabi. Aufgeregte Eltern, Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer teilten am Flughafen das gleiche Schicksal: Was erwartet die Reisegruppe in der nächsten Woche?

Zunächst erst einmal eine sehr lange Anreise. Nach zwölf Stunden in Beijing angekommen, hatten wir immer noch nicht das Ziel erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein ging es zuerst zur Chinesischen Mauer, wo wir uns auf unzähligen Stufen endlich die Beine vertreten durften. Dann hieß es wieder sitzen - im Schnellzug nach Qingdao. Um Mitternacht Ortszeit wurden wir dann sehr herzlich mit Plakaten und Blumen willkommen geheißen. Die Lehrer konnten kaum so schnell gucken, wie die Schüler von den Gastfamilien mitgenommen wurden. Da wir am Wochenende angereist sind, hatten die Schüler ausreichend Gelegenheit ihre Gastfamilien kennen zu lernen und mit ihnen Qingdao zu erkunden.

Besonders aufgefallen sind uns allen die Unterschiede des Schulalltags. Die Woche beginnt in China damit, dass alle 1300 Schüler sowie alle Lehrer sich auf dem Schulhof aufstellen und die chinesische Flagge hissen. Außerdem waren den Schülern die großen Klassen von rund 40 Schülern fremd. Dennoch fühlten sie sich wohl, denn die Gastschüler und deren Eltern kümmerten sich hingebungsvoll um sie.

Jeder kennt chinesische Restaurants, doch das Essen in China ist mit diesem Essen kaum zu vergleichen. Deshalb war es sehr spannend zu beobachten, wie wir alle immer mutiger wurden Dinge zu versuchen, die wir zuvor misstrauisch beäugt hätten.

Während unserer Zeit in China lernten wir im Kalligraphieunterricht einige Schriftzeichen kennen, haben gemeinsam chinesischen Sportunterricht genossen, besuchten Stadtteile, in denen die deutsche Kolonialherrschaft noch bis heute präsent ist, konnten barfuß am stadteigenen Strand spazieren gehen und lernten unzählige weitere Dinge über die beeindruckende Wirtschaftsmetropole mit rund sieben Millionen Menschen.

Mit all diesen Eindrücken und diversen Souvenirs und Geschenken im Gepäck traten wir die Heimreise an. Alle Schüler waren sich einig, dass die Reise für sie so beeindruckend und lehrreich war, dass sie am Tag des offenen Lernens (14.11.2015, 10-14 Uhr) in Raum F 129 darüber berichten wollen. Mit Fotos und Reiseerinnerungen hoffen sie, China den Schülern und Besuchern nahe bringen zu können und das Interesse für einen weiteren Besuch in Qingdao zu wecken.

Wir freuen uns schon auf den Besuch der chinesischen Lehrer und Schüler im nächsten Jahr. 

Olaf Gundlach / Britta Köster / Andrea Tiwisina