„Polen, da fahr‘ ich hin!“ - 4. Schüleraustausch mit der Partnerschule in Wojnicz (08.-14.10.2017)

Bereits zum 4. Mal fand nun schon unter dem diesjährigen Motto „Polen, da fahr‘ ich hin!“ der Schüleraustausch der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule mit unserer Partnerschule im kleinen Ort Wojnicz statt.

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Am Sonntagabend startete wieder eine Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 7 und 8 zusammen mit Frau Frigge, Frau Kilz und Herrn Kreutzkamp ihre Fahrt nach Polen. Der große Bus kam pünktlich an der Schule an und nach anfänglicher Aufregung machte es sich dann doch jeder für die 14-stündige Fahrt gemütlich und irgendwann wurde es auch stiller im Bus.

Der Empfang unserer Gastgeber in Wojnicz am Montagmorgen war wieder sehr herzlich. Jeder fand schnell seinen Austauschpartner oder seine Austauschpartnerin und bei einem leckeren Frühstück und lustigen Kennenlernspielen wurden erste Kontakte geknüpft. Bei anschließenden Unterrichtshospitationen staunten die Kinder nicht schlecht: Zum Teil unterscheidet sich der Unterricht in Polen doch sehr von unserem Schulalltag – einige Kinder waren dann doch gar nicht mehr so traurig, hier in Deutschland zur Schule zu gehen!

Am Dienstag startete das Wochenprogramm, welches wieder wunderbar von der polnischen Kollegin geplant und vorbereitet worden war. In der Nachbarstadt Tarnow wurden wir zunächst von einem Gastvater in die Feuerwehrwache eingeladen und durften uns doch ein klein wenig wie richtige Feuerwehrmänner und -frauen fühlen! Es wurden alle Geräte im und am Feuerwehrwagen genau inspiziert, die Ausrüstung an- und ausprobiert, die Schaltzentrale besucht und im Feuerwehrwagen Platz genommen. Das anschließende Mittagessen in der traditionellen Milchbar „Mimoza“ ließen wir uns bei leckerer Suppe & Pierogi sehr schmecken. Der Nachmittag war für alle doch sehr bewegend: Wir besuchten die Überreste der Alten Synagoge, das alte jüdische Badehaus und den jüdischen Friedhof aus dem 16. Jahrhundert, auf dem auf einer Fläche von 3,27 ha ca. 4000 Gräber zu finden sind.

So langsam sollten doch nun auch die eingetauschten Zloty zum Einsatz kommen und so kam die Fahrt am Mittwoch nach Krakau für viele sehr gelegen. Bei Sonnenschein und bester Laune spazierten wir durch Krakau vorbei am feuerspuckenden Drachen, dem eindrucksvollen Wawelschloss, der Marienkirche, den Tuchhallen und der wunderschönen Altstadt, bevor es dann doch endlich auf Shoppingtour gehen konnte. Schnell wurden das Geld ausgegeben und die Tüten gefüllt. Auf dem Weg zurück nach Wojnicz machten wir noch einen Stop am Flugzeugmuseum und konnten dort so Einiges über die Geschichte der Fliegerei lernen.

Am Donnerstag erreichten wir nach einer etwas aufregenden und holprigen Fahrt in einem polnischen Minibus den schönen Ort Zakopane im Nationalpark Hohe Tatra. Zunächst ließen wir uns ganz bequem mit dem Sessellift zur Sprungschanze fahren. Es war doch sehr beeindruckend, dass sich dort tatsächlich Sportler waghalsig hinabstürzen! Uns wurde alleine beim Hinunterschauen schon ganz anders… Da war die anschließende Fahrt mit der Schienenbahn zum Aussichtspunkt Gubalowka zum Glück wieder weniger aufregend, aber nicht minder schön. Abgerundet wurde der Tag mit einem Bummel durch die Krupowki-Straße, in der sowohl polnisches Handwerk als auch der traditionelle polnische Räucherkäse und andere Leckereien in Hülle und Fülle zu bestaunen waren.

Viel zu schnell kam der letzte Tag. Am Freitag fuhren wir noch einmal nach Tarnow und durften bei einem Museumsworkshop Taschen und T-Shirts bemalen und anschließend in der Stadt die letzten Zloty ausgeben, bevor es zum letzten Mal für die restlichen Stunden in die Familien ging. Bei der Abfahrt am Abend flossen wieder einmal viele Tränen – viele wären gern noch länger geblieben!

Marion Frigge